Vom Rohzustand zur Ausführung  

Posted on 8. September 2017 by benancy

Vor ca. drei Monaten noch musste bei mir alles weiß-grau werden. Schöne cleane Hintergründe, am besten keine Farbe, sodass alles auch wirklich zueinander passt. Schon der kleinste Farbtupfer war mir zu viel. Nach meiner grauen Phase folgte relativ schnell meine pastell-Phase: Überall musste ein kleiner pastellrosaner Schleier drüber liegen. Aber auch diese Phase ging natürlich vorbei. Mittlerweile befinde ich mich schon ziemlich lang im Stadium der warmen Töne. Die Rede ist natürlich von meiner Bildbearbeitung für meinen Blog und für mein Instagram-Profil. Seitdem sich mein Bearbeitungsstil vom instagram-typischen weiß-grauen Hintergrund über mehrere Umwege zu einem Pastellfilter bis hin zu meiner jetzigen in warmen Tönen gehaltenen und zugegebenermaßen etwas grungy wirkenden Bearbeitung entwickelt hat, habe ich von euch ziemlich viele Nachrichten bekommen, wie ich denn meine Bilder bearbeite. Und hier bekommt ihr die Antwort!

Mein Equipment

Als aller erstes muss ich sagen, dass ich meine Fotos alle mit einer „richtigen“ Kamera mache. Das Endergebnis ist einfach um so vieles schöner, als mit einem Handy. Kein Smartphone der Welt kann mit der Qualität einer richtigen Kamera mithalten, wobei es natürlich auch wieder darauf ankommt, was für ein Objektiv man besitzt. Mein absoluter Favorit und auch total empfehlenswert: ein Objektiv mit einer Festbrennweite. Das mag zwar zunächst etwas ungewohnt sein, weil man als Fotograf sich selbst näher heran oder weiter weg bewegen muss, da das Objektiv keinen Zoom hat, aber das Bildergebnis entschädigt allen Aufwand.

Ich fotografiere immer mit einem 50mm Objektiv. Das schöne daran: die Tiefenschärfe. Ich finde, ein Foto wirkt direkt viel professioneller, wenn wenn das wesentliche im Fokus steht und der Rest verschwommen ist. Und genau das stelle ich dann je nachdem, wie ich es haben möchte noch über die Blende ein. Je weiter die Blende geöffnet ist, desto weniger Schärfentiefe hat man.
Wer sich mehr oder weniger mit dem Thema auskennt – hier eine Zusammenfassung:

Blende geöffnet – wenig Schärfentiefe
Blende geschlossen – viel Schärfentiefe

Die Bearbeitung 

Mit einer guten Kamera, einem guten Objektiv und einer Person, die ein gutes Auge für die richtigen Winkel hat, ist die halbe Miete eigentlich schon bezahlt. Meine Bilder sind zwar bearbeitet, jedoch ändere ich lediglich etwas an der Farbgebung, dem Kontrast, der Helligkeit, etc. Ich ändere weder meine Figur, noch retuschiere ich meine Haut, mache mich größer oder sonst etwas in diese Richtung. Das einzige, was ich manchmal mache, wenn es sein muss, ist kleine Hautunreinheiten abzudecken oder Flecken verschwinden zu lassen. Sei es ein Fussel auf meiner Kleidung oder Schmierereien an einer Hauswand.

Aber jetzt zu den Programmen/Apps, die ich nutze: 

Nachdem ich meine Bilder aussortiert habe, importiere ich sie in Lightroom. Adobe Lightroom ist eigentlich mein Hauptprogramm für die Bildbearbeitung. Darin habe ich bestimmte Looks als eine Art Filter gespeichert, die ich dann auf das jeweilige Foto anwende und dann noch spezifisch anpasse. So genannte Presets gibt es zum Beispiel kostenlos im Internet oder käuflich zu erwerben bei diversen Fotografen-Websiten. Natürlich könnt ihr ein solches Preset auch selbst entwerfen. Das macht aber wirklich sehr viel Arbeit und verlangt auch ziemlich viel Wissen, Talent und vor allem Geduld ab.

Ich bearbeite alle meine Bilder unter der Vorlage der Presets von Julia&Gil. Ich liebe den Bildlook einfach, den die beiden kreiert haben.

Wenn mein Bild dann den Look hat, den ich möchte, gibt es drei Methoden, wie ich dann weiter verfahre:

  1. Das Bild hat einen Schönheitsfehler (z.B. schlechtes Graffiti auf Hauswänden) 
    1. Möglichkeit Nummer 1: Ich retuschiere die Stellen mit Photoshop und lade es dann in meinen Google-Drive-Ordner.
    2. Möglichkeit Nummer 2: Ich lade das Bild erst in meinen Google-Drive-Ordner und bearbeite das Bild über die App Facetune auf meinem Handy. Wie schon gesagt: ich verändere nichts an meinem Gesicht oder bearbeite Formen. Ich überlagere lediglich Fussel, Schmutz und andere Sachen, die nichts auf meinem Foto zu suchen haben.

2. Das Bild hat keine weiteren Schönheitsfehler

Ich lade das Bild direkt in meinen Goofle-Drive-Ordner, sodass ich es auf mein Handy laden kann.

Die Instagram – Planung 

Wenn das fertige Bild dann letztlich den Weg auf mein handy gefunden hat, plane ich meinen Instagram-Feed sehr gerne vor. Ich mag es einfach, wenn ich eine bestimmte Ordnung in meinem Feed habe und das kann ich eben am besten, wenn ich vorher gesehen habe, wie alle Bilder gemeinsam wirken. Dafür kann ich die App UNUM definitiv empfehlen! Sie ist kostenlos und mein treuer Begleiter. Nach Lust und Laune lassen sich hier die Bilder immer wieder verschieben und anders anordnen, bis die gewünschte Reihenfolge steht. Ihr könnt sogar, wenn ihr wollt, eure Bilder direkt über die App auf Instagram hochladen. Ich poste meine Bilder aber trotzdem immer direkt.

Also wie ihr seht: ich benutze keine 5 verschiedenen Programm und 100 Filter für meine Bilder —das wäre mit viel zu umständlich und würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Ich bevorzuge eine Methode, mit der ich in wenigen Schritten einen schönen einheitlichen Look erzeugen kann. Und den habe ich gefunden.

xx, Nancy