Benancy X Fritzi II PR-Sample

Posted on 27. Juni 2017 by benancy

 

Ich schaue in den Spiegel. Mein weißes Oversize-Shirt hängt wie ein Sack an mir herunter und verdeckt alle meine Problemzonen. Die Ärmel liegen über meinen Schwabbelarmen und durch den Schnitt kann auch niemand meinen hervorstehenden Bauch sehen. Meine Jeans sitzt gut – zumindest so lange, bis ich etwas zum Frühstück gegessen habe – dann fängt sie an zu kneifen und wenn ich lange sitze, dann muss ich den Knopf öffnen, der sonst in meinen Magen spießt. Am liebsten würde ich zusätzlich noch meinen grauen Cardigan dazu anziehen. Mich einfach in Stoffschichten verpacken – so fühle ich mich am wohlsten an Tagen wie diesen. An solchen Tagen, an denen ich mich einfach nicht wohl fühle – nicht wohl in meinem Körper. An solchen Tagen ist mir jedes Gramm Fett zu viel, jede Kurve, jede Falte, die meine Kleidungsstücke wirft. Dann möchte ich einfach nur zu Hause bleiben, mein größtes und weitestes Oberteil überwerfen, mich in eine Decke wickeln und den ganzen Tag über Filme anschauen und das Haus nicht verlassen. 

Solche Tage hat jeder – besonders und vor allen Dingen Frauen. Die Frage ist nur, wieso das so ist. Wieso kann die Meinung über den eigenen Körper ganz leicht von einem auf den anderen Tag vom Bodyfeeling in Bodyshaming übergehen? Wieso zweifeln wir so oft an uns selbst, lassen uns so einfach aus der Bahn werfen?

Das Bild der sozialen Medien 

Wenn ich durch Instagram scrolle, Facebook öffne oder YouTube-Videos schaue, dann ist der Fitness-Hype allgegenwärtig. Es kommt mir immer so vor, als ob sich praktisch jeder Zweite dem Healthy-Wahn verschrieben hat. Und das ist ja auch vollkommen in Ordnung so: Gesunde und vor allem ausgewogene Ernährung ist unglaublich wichtig. Ständig nur Fast-Food und ähnliches ist auf lange Sicht nicht gut für den Körper – aber das ist ein ganz anderes Thema.

Im Endeffekt muss auch jeder für sich selbst entscheiden, was er tut und lässt bzw. in dem Fall was er isst und was nicht.
Das einzige Problem, was ich dabei sehe, ist die Message. Das Schönheitsideal hat sich über die Zeit schon ziemlich verändert. Waren in der Renaissance starke Hüften und Doppelkinn anziehend, spaltet sich heute die Meinung zwischen skinny und curvy. Wem diese Begriffe unklar sein sollten – hier die Aufklärung: skinny, zu gut deutsch dünn ist zwar nicht ganz das Gegenteil von curvy, deutsch kurvig, aber dennoch ein Gegenstück dazu. Die einen mögen das eine lieber, die anderen das andere. Und auch das ist gut, würde eine Welt, in der alle einer Meinung sind, doch schon ziemlich langweilig sein. Das Problem entwickelt sich eher dadurch, dass viele nach einem bestimmten Ziel streben, welches ihrem Körperbau gar nicht entspricht und sie dadurch in eher krankhafte Verhaltensweisen stürzen könnten – aber auch das ist ein anderes Thema.

Love Yourself

Wichtig und vor allen Dingen auch ausschlaggebend ist das Gefühl, sich in der eigenen Haut und dem eigenen Körper wohl zu fühlen. Die Zahl auf der Waage sagt im Prinzip gar nichts über eine Person aus. Machst du viel Sport? Dann wird die Zahl auf der Waage steigen – Muskeln sind bekanntlichermaßen schwerer als Fett. Wiegst du 10 Kilo mehr als deine Freundin und das bringt dich durcheinander, weil du dich gar nicht so fühlst, als wärest du 10 Kilo breiter? – Vielleicht hast du einfach nur schwere Knochen bzw. einen ganz anderen Körperbau?

Wenn ihr Vergleiche zwischen Personen zieht, begebt ihr euch auf ganz dünnes Eis – besonders wenn es um Gewicht, Aussehen, etc. geht. Viele Dinge könnt ihr nicht wirklich beeinflussen – eine breite Hüfte beispielsweise könnt ihr niemals komplett schmal bekommen, ernährt ihr euch auch noch so gesund und treibt regelmäßig Sport. Wenn euer Körperbau eher breit ist, dann ist er eher breit. Verwechselt nicht immer breit/kurvig mit dick/fettleibig. Ein kurviger Mensch kann genau so gut schlank sein.
Auch umgekehrt gibt es dieses Denken. Menschen, die wirklich krank sind, nicht zunehmen können oder ähnliches – wie denkt ihr fühlen diese Personen sich, wenn sie ständig gesagt bekommen, sie seien zu dünn?
Mit Vergleichen könnt ihr nicht nur eure Mitmenschen, sondern auch euch selbst aus der Bahn werfen und eure realistische Darstellung trügen. Der Wunsch nach einer schlankeren, trainierteren Figur und einem besseren Aussehen wird auch dann nicht enden, wenn man schlanker und durchtrainierter ist. Im Endeffekt wollen wir immer das, was wir gerade nicht haben und streben immer nach mehr, wollen immer höher und immer weiter …

Und genau dieses Nie-Zufrieden-Sein und Immer-Mehr-Wollen ist es, wieso es solche Tage gibt, an denen wir uns einfach nicht schön finden. Aber SCHÖN liegt im Auge des Betrachters und solange man sich im eigenen Körper wohl fühlt, muss man sich auch nicht mit anderen vergleichen.

Also bevor ihr euch das nächste Mal wieder wegen einem Stück Schokolade schlecht fühlt, weil ihr denkt, ihr seid zu dick oder ähnliches und ihr habt den Wunsch, so auszusehen, wie die Fitness-Girls auf Instagram & Co: Geht nochmal in euch und überlegt ganz genau, wieso das so ist. Wollt ihr nur einem Ideal entsprechen und für andere so aussehen? – Dann lasst es!
Fühlt ihr euch generell unwohl in eurer Haut? – Dann – und wirklich auch erst dann – könnt ihr beispielsweise euer Essverhalten ändern, um dann FÜR EUCH SELBST etwas zu erreichen und euch wohler zu fühlen.

Produkte, die zu sehen sind 

Tasche „EBBA“ – Fritzi aus Preußen
Tasche „RONJA“ – Fritzi aus Preußen 
Schuhe – Fritzi aus Preußen

2 Comments

  • Patty 11. Juli 2017 at 22:30

    Dein Outfit gefällt mir wirklich super gut und auch die Tasche finde ich toll ! Deine Message mag ich ebenfalls, weil ich ganz sehr selben Meinung bin. Immer dieses Streben nach Perfektion und die Vorgabe was Perfektion eigentlich ist. Es ist so schade das so viele Menschen sich durch diesen Druck verändern und etwas vorgeben zu sein was sie gar nicht sind. Ich ernähre mich auch gerne gesund und treibe Sport, aber trotzdem gönne ich mir auch Süßes und faule Tage auf der Couch. Ich denke die Menschheit sollte viel gelassener werden, denn dieses ständige streben immer besser sein zu müssen finde ich total überflüssig bei manchen Dingen 🙂

    Liebe Grüße
    Measlychocolate by Patty
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    • benancy 11. Juli 2017 at 22:34

      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar!
      Ja, du hast vollkommen Recht – Gelassenheit ist eine Eigenschaft, die viel wichtiger sein sollte. 🙂

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