… Und wenn das 5. Lichtlein brennt, dann hats der Weihnachtsmann verpennt…

Mein Weihnachtsmann hat – wie jedes Jahr – den Eingang zum Schornstein gefunden und sich auch den ein oder anderen Keks gemopst. Kurzum: Ich wurde reich beschenkt und kann auf jeden Fall nicht klagen, ich hätte die Feiertage nicht genossen. Gleiches hoffe ich auch für euch, meine Lieben. Währenddessen ich die Tage mit meinen Liebsten verbracht habe, sind die Geschenke auch direkt zur Nebensache geworden – wenn auch eine sehr Schöne. Nun sitze ich hier, an einem völlig fremden Schreibtisch in einer fremden Wohnung. Mein Silvester verbringe ich nämlich mit meiner ganzen Familie dieses Jahr mal nicht zu Hause oder bei Freunden. Und damit es sich auch wirklich lohnt, sind wir direkt für 7 Tage ausgeflogen. 
Aber soviel zu mir.

Heute gibt es einen für mich sehr besonderen Blogpost. Den Großteil des Inhaltes stammt nämlich einmal nicht von mir, sondern von einem sehr lieben und unglaublich stilsicheren Blogger. Die Rede ist von Matthias Limmer von Mister Matthew. Spätestens nachdem ihr meinen Blogpost gelesen habt, hat das mit Sicherheit eure Aufmerksamkeit geweckt und ihr müsst auf seinem Blog vorbeischauen. Dort findet ihr sehr viele interessante Beiträge von A bis Z – von Outfitposts über Wochenrückblicke bis hin zu sehr tiefgreifenden Themen wie sein Burka-Experiment.
Und wer jetzt denkt, der 20-jährige würde sich nur um Äußerlichkeiten kümmern, der hat weit gefehlt. Über die Social-Media Plattform Facebook ruft er zu Kleidungsspenden auf. FFF – Fashion für Flüchtlinge. Alles was ihr dafür tun müsst, ist, alte Kleidung hervor zu kramen, dem Lieben Matthew eine Mail zu schicken und schon kommt er vorbei, um sie abzuholen. Hier gelangt ihr auf die Facebookseite der Organisation. 
Mit 30.000 Lesern im Monat gehört er zu einem der erfolgreichsten Bloggern, die ich bisher persönlich kennenlernen durfte. Nebst sozialen Projekten und seinem Blog, hat er zusammen mit Melanie von DeLaVie BLOST ins Leben gerufen. Wer wissen möchte, wer oder was BLOST ist, der kann sich gern meinen Beitrag dazu anschauen oder auf der Website Informationen sammeln.

Ich freue mich auf jeden Fall unglaublich, dass Matthew zu meiner Interview-Anfrage zugesagt hat. Ich persönlich finde es immer spannend, wie Andere mit ihrem Blog umgehen, welche Inspirationen sie finden und vor allem, welche Projekte noch auf sie warten. 
Nun aber genug Text von mir:

Was hat dich dazu gebracht, deinen Blog zu beginnen?

Ich habe schon immer gerne Dinge über mich im Internet gezeigt. Doch irgendwann war mir Social Media einfach nicht mehr genug. Ich wollte eine eigene Seite, auf der ich Chef sein kann und die nicht über Nacht ihre Nutzer verliert (siehe MySpace).
 Also gründete ich, mit der Hilfe meines Mannes, eine eigene Webseite und schuf mir somit ein eigenes kleines Mode-Universum, in dem ich veröffentlichen konnte was auch immer ich wollte.

Was erfüllt dich beim Schreiben?

Beim Schreiben erfüllt mich die Freiheit. War ich in der Schule doch immer gezwungen über Themen zu schreiben die mich nicht sonderlich interessierten, bin ich nun in der Position selbst zu entscheiden, was niedergeschrieben wird und was nicht.
 Zwar bin ich ein sehr visueller Typ, mit fotografischem Gedächtnis, dennoch finde ich Texte oft schöner als z.B. Videos. Nichts kann ein geschriebenes Wort ersetzen.
 Besonders toll finde ich die Vorstellung, dass am ,,anderen Ende der Leitung" wirklich eine Anzahl an Menschen sitzen und meine Zeilen lesen – und das über den Augenblick hinaus. In der Schule war es halt immer "nur" mein Lehrer.

Hast du manchmal Blockaden? Und wenn ja, wie motivierst du dich dazu, dich dennoch an einen Beitrag zu setzten und kreativ zu werden?

Glücklicherweise nicht! Eher im Gegenteil – mir fällt immer zu viel ein. Bis Februar 2017 ist an Blogposts fast alles verplant. Einerseits toll, weil man anscheinend kreativ genug ist und viel zu erzählen hat, andererseits auch wiederum schlecht, weil man nicht mehr zu 100% spontan ist – schließlich kann ich nicht 5 Beiträge am Tag veröffentlichen.

Wo holst du dir deine Inspirationen her? Wer ist dein Vorbild?

Prinzipiell kommt meine Inspiration von Überall! Ich lasse mich von Allem inspirieren. Sei es ein Kleidungsstück auf einer Modenschau oder ein alter Mann der im Bus sitzt. Ich schnappe alles auf was ich sehe und mich interessiert, werfe es symbolisch in eine Box, schüttel kräftig und fertig ist mein Inspirationssalat
 Ein direktes Vorbild habe ich nicht. Als Bloggerin schätze ich Masha Sedgwick sehr. Sie ist hochprofessionell. Das liebe ich an ihr! Da ich Masha auch privat kenne – wir waren mal zusammen etwas trinken – kann ich sagen, dass sie ihr Leben wirklich im Griff hat. Eine richtige Powerfrau! Das finde ich sehr inspirierend.

Was willst du noch alles erreichen? Was steht auf deiner To-Do-In-Life-List?

Oh – da steht noch Einiges!
 Mein 2017 ist schon gut mit vielen Vorhaben vollgestopft! Ruhig wird es auf jeden Fall nicht. Zunächst einmal werde ich bald die Finanzielle-Schwelle übertreten und komplett von meinem Blog leben, um dann weitere, spannende Projekte zu realisieren. Nächstes Jahr möchte ich mehr in der Welt unterwegs sein und die dementsprechenden Erlebnisse auf meinem Blog teilen. Anfang 2017 wird dann auch das große TV-Projekt, an dem ich mitgewirkt habe, ausgestrahlt. Darauf bin ich schon super gespannt aber irgendwie auch total nervös!
 Auf meiner To-Do-In-Life-List stehen aber noch unendlich andere Dinge. Mal in einem Film die
 Hauptrolle spielen, ein Stadthaus in London besitzen, eine eigene Kollektion auf den Markt bringen. Für Manche klingt das vielleicht sehr hochgegriffen oder utopisch – ich finde es aber absolut realistisch und freue mich jetzt schon auf die Umsetzung. In letzter Zeit habe ich öfters ein Bild von mir vor Augen, welches mich mit Zigarette im Mund, in einem Cabrio, die Westküste von Amerika langfahrend zeigt.
 Wenn ich 2016 etwas gelernt habe, dann definitiv, dass absolut A L L E S möglich ist.

Gab es je einen Punkt, an dem du das Gefühl hattest, dass deine Arbeit, die du in deinen Blog steckst, nicht ausreichend gewürdigt wird? (Beispiel: Leserzahlen stagnieren oder fallen)

Nein, diesen Punkt hatte ich in meiner Laufbahn als Blogger noch nicht. Zum Glück?!
 Es gab nur mal zwei Momente, an denen ich das Bloggen an sich hinterfragt habe. Der eine Moment war parallel zu meinem Abi, als ich nach der Schule noch stundenlang an meinem Blog gearbeitet habe und ich irgendwann einfach total überarbeitet war von Abi und Blog. Und den anderen Moment hatte ich in dem TV-Projekt, welches Anfang 2017 ausgestrahlt wird und zu dem ich noch nichts weiter sagen kann 😉 .

Wie fühlst du dich als männlicher Blogger? Wurdest du – vor allem in der Anfangszeit – eher angenommen oder mit Skepsis betrachtet?

Aller Anfang ist schwer. Auch wenn ich es als männlicher Blogger in der Szene der Modeblogger etwas leichter hatte - als es vielleicht weibliche Modeblogger haben, weil es davon schon mega viele gibt – musste ich für den Erfolg und vor allem für die Anerkennung ganz schön was leisten!
 Viele waren anfänglich in zweierlei Hinsicht skeptisch:
 zum Einen konnten sie es sich nicht vorstellen wie man als Blogger Geld verdienen kann, zum
 Anderen hielten sie Mode für ein viel zu unwichtiges Thema.
 Die komplette Akzeptanz als Blogger erfuhr ich erst, als Erfolg sichtbar wurde – traurig, aber wahr. Sprich, als die ersten Kooperationen ins Haus geflattert kamen, ich in der Presse gefeautured und für ein TV-Projekt angefragt wurde.

Nochmals vielen lieben Dank, lieber Matthew für deine Antworten und die dafür genommene Zeit.

Ich habe noch mehrere Anfragen für Interview geschrieben. Oft habe ich noch keine Antwort erhalten oder eine Absage bekommen. Wer jetzt also meinen Blog liest, auch Blogger, YouTuber oder Instagrammer ist, der kann sich sehr gerne bei mir melden. Ich persönlich finde Interviews sehr interessant und würde einen solchen Content gern auf meinem Blog erweitern.

xoxo, Nancy