Und jetzt? Was muss ich beachten?

Jetzt habe ich 150 Extensions auf meinem Kopf und bin wirklich sehr zufrieden. In den ersten Tagen sitzen die Bondings noch sehr nah an der Kopfhaut, weswegen es sich auch beim Schlafen bei mir am Anfang noch etwas komisch angefühlt hat. Ich hatte auch in den ersten Tagen eine etwas gereizte Kopfhaut, die vor allem am Abend teilweise extrem gejuckt hat. Laut Erfahrungsberichten ist das aber in den ersten zwei Wochen normal. Möglicherweise hatte dies aber auch andere Gründe und die Extensions hatten damit nichts zu tun. Nach 1,5 Woche habe ich keinerlei Probleme mehr – beim Schlafen merke ich nichts mehr, das Jucken hat aufgehört und auch beim durchfahren durch die Haare empfinde ich es nicht mehr als „störend“. Anfangs waren die Bondings noch etwas steif und für mich war es ungewohnt, durch meine Haare zu streichen und die Verbindungsstellen zu spüren, die sonst nicht da waren. Das war nicht unangenehm, aber ungewohnt. Aber wie schon gesagt … Man gewöhnt sich unheimlich schnell daran.

Im Vergleich zu Tape-Extensionen (die ich auch schon einmal hatte) sind sie wirklich super pflegeleicht und ich muss beim Waschen auch keine Angst haben, dass sie mir herausrutschen, weil sich der Kleber durch das Wasser löst. Ich persönlich wasche meine Haare immer am Abend unter der Dusche – zum einen, weil ich mir das sowieso angewöhnt habe, damit ich am Morgen länger schlafen kann, weil es eben minimal zeitaufwendiger ist, da die Extensions und auch die eigenen Haare vor allem durch das Volumen länger brauchen, um zu trocknen. Diese Zeit bleibe ich lieber noch im Bett liegen und mache mir dann lieber Locken oder irgendeine andere Frisur. Und zum Anderen, weil ich meine Haare gerne lufttrocknen lasse.

Ich wasche meine Haare zuerst mit einem silikonfreien Shampoo, was auch wichtig ist, damit die Verbindungsstellen nicht angegriffen werden und anschließend benutze ich noch einen Conditioner, denn auch eine Haarverlängerung braucht wie die eigenen Haare eine gute Pflege!  Fragt da einfach bei eurem Friseur des Vertrauens nach – sie werden euch die passenden Produkte für eure Haare empfehlen!

Nach dem Waschen drücke ich meine Haare mit einem Handtuch aus und föhne meine Ansätze. Die Längen und Spitzen lasse ich lufttrockenen. Manchmal benutze ich noch einen Schaumfestiger, den ich von unten in die Längen knete, damit die Naturwelle der Extensions so richtig herauskommt. Über die Nacht flechte ich meine Haare dann meist zu einem Zopf – oder auch mal Zwei. Das ist für mich am angenehmsten, da ich so nicht an den einzelnen Strähnen ziehen kann, falls ich darauf liege.

Am Morgen öffne ich den Zopf dann und mache mir manchmal noch leichte Wellen in die Deckhaare, damit der Übergang nicht auffällt oder ich frisiere sie nach Lust und Laune.
Da ich Locken liebe, trage ich auch oft Locken oder eben leichte Wellen. Die halten bei den Extensions wirklich super lang und je nachdem, wie oft man in der Woche Haare wäscht bzw. waschen muss, kann man auch mal gerne 3 Tage die gleiche Frisur tragen. Zusätzlich dazu muss ich auch kein so unglaublich schlechtes Gewissen haben, wenn ich mit Glätteisen, Lockenstab & Co. an die Haare gehe – die meisten sind sowieso nicht meine richtigen Haare und auch, wenn ich sowieso immer entsprechenden Hitzeschutz verwendet habe bzw. verwende, kann ich trotzdem viel öfter zum heißen Eisen greifen, als ich es – meinen Haaren zu Liebe – sonst tun würde.

Beim Kämmen muss man zum Glück auch nichts viel beachten, außer, dass man eine spezielle Bürste braucht, die für eine Haarverlängerung geeignet ist und mit der man nicht hängen bleibt. Auch hier empfehle ich euch, eure/n Friseur/in des Vertrauens zu Fragen – sie können euch im Fall der Fälle direkt eine Bürste mit bestellen, so wie es die liebe Madlen gemacht hat.

Wie frisiere ich meine Haare? 

Wie ich es bereits angedeutet habe – mit Bondings könnt ihr eure Frisuren genauso handhaben, wie ihr es mit euren eigenen Haaren macht. Anders als Tape-Extensions sind sie überhaupt nicht steif und dadurch, dass die Strähnen vergleichsweise sehr schmal sind, lassen sie sich ohne Probleme in alle Richtungen legen. Das einzige, was man beachten muss, ist, dass man die Bondings nicht sieht. Bei einem normalen Zopf oder einem Dutt ist das überhaupt kein Problem. Bei Flechtfrisuren oder Ähnlichem bedarf es – zumindest bei mir – erst einmal etwas Übung, damit alle Verbindungsstellen quasi unsichtbar sind. Je weiter die Bondings dann herausgewachsen sind, desto besser wird es sicherlich funktionieren – so zumindest meine Vorstellung.

Wie weit kann ich die Bondings herauswachsen lassen? 

Das ist glaube ich jedem selbst überlassen. Laut Great Lenghts halten die Extensions ca. 6 Monate. Ich kenne aber auch Frauen, die ihre Haarverlängerung bis zu 10 Monate drin hatten.
Da meine Haare sehr schnell wachsen, bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob ich sie wirklich 6 Monate drin lassen werde. Das mache ich davon abhängig, ob man die Verbindungsstellen, die mit dem natürlichen Haarwachstum mit herauswachsen, beim natürlichen Fall der Haare sieht oder nicht und ob ich diese geschickt durch bestimmte Frisuren verstecken kann.

Circa alle 6 Wochen sollte man auch zu einem Partnersalon gehen und einen Säuberungsschnitt machen lassen. Dabei werden alle Haare, die natürlich ausgefallen sind und sich an die Bondings gehängt haben entfernt.

An alle, die sich jetzt lange Haare wünschen, den kann ich nur empfehlen, auf die Website von Great Lenghts zu klicken und euch einen Partnersalon in eurer Nähe zu suchen. Dort werdet ihr dann beraten und alle eure noch offenen Fragen werden beantwortet. Wer aus dem Raum Dresden/Freiberg kommt, dem kann ich nur ans Herz legen, zu Hairlich Schön zu gehen!

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es mir in den nächsten Monaten mit meiner Haarverlängerung ergehen wird.

Habt ihr Lust auf Frisuren-Tutorials? Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen!

xoxo, Nancy