Ein schickes Accessoire oder ein unnützes Schmuckstück?

Posted on 21. Oktober 2016 by benancy

Vor 4 Jahren hab ich mir ganz fest vorgenommen, nie wieder Sport zu machen. Ich habe Schul-Sport wirklich nicht gemocht – und das ist noch sehr milde ausgedrückt. Das Konzept, bei dem man einmal in der Woche Sport macht und dann gleich von 0 auf 100 fit sein soll und Leistung bringen, versteh ich bis heute nicht. Früher habe ich aber auch nicht das Bedürfnis gehabt, mich neben der Schule selbstständig sportlich zu betätigen. Also habe ich mich darauf gefreut, mein Abitur abzuschließen und so die Möglichkeit zu haben, nie wieder Sport machen zu müssen. Ausnahme ist für mich Tanzen. Zählt ja auch zu Sport, macht mir aber Spaß, weswegen ich es nicht so direkt zum Sport dazu zähle. Ist ja ganz Logisch, oder?!

Seit circa 2 Jahren habe ich dann – freiwillig – wieder angefangen mich sportlich zu betätigen. Angefangen habe ich mit 1mal die Woche Stepper, habe mich ab und zu mal aufs Laufband geschwungen und seit ca. 1,5 Jahren besitze ich eine XBOX mit Kinnect, mit der ich hin und wieder Zumba mache. Vor ca. einem halben Jahr habe ich dann angefangen, regelmäßig Sport zu treiben – vorwiegend in meiner Wohnung mit einem Mix aus Zumba, Cardio-Übungen und Bauch-Beine-Po-Workouts. Wenn ich bei meinen Eltern war, bin ich auch mal gerne aufs Laufband gegangen, da sie eins im Keller stehen haben. Draußen Joggen habe ich zu der Zeit abgelehnt. Aber irgendwie habe ich Gefallen am Laufen bekommen und wollte nicht immer warten, bis ich mal wieder in die Heimat fahre. Also habe ich angefangen, mich doch in die Natur zu trauen und es einfach auszuprobieren.

Ein schickes Accessoire oder ein unnützes Schmuckstück?

So richtig war ich mit diversen Apps auf meinem Handy nicht zufrieden. Ich hatte immer das Gefühl, dass sie nicht genau genug sind oder sie konnten einfach nicht das, was ich verlangt habe. Diverse Fitnessbänder haben mich also schon seit einer Weile angelacht, mit einem Blick auf den Preis jedoch direkt wieder abgeschreckt. Als stolzer Amazon-Prime Besitzer habe ich dann doch ein Angebot gefunden, was mich nicht davon abhalten konnte, das Band in meinen Warenkorb zu legen: das Jawbone UP2 für unschlagbare 37,99€!

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Das Jawbone UP2 in silber/grau

Mit dem Fitnessband kann man seinen Schlaf kontrollieren lassen und über die App zeigt es an, wie viele Schritte man am Tag gelaufen ist. In der App kann man auch sein Tagesziel einstellen – sei es, wie viele Stunden Schlaf man haben oder wie viele Schritte man gehen möchte. Mittels einem kleinen Balkendiagramm hat man dann direkt eine super Übersicht und weiß, wie viel noch zum Erreichen des Ziels fehlt. Über Bluetooth synchronisiert sich das Band mit der App. Ich persönlich schalte es nur einmal am Tag ein, sodass ich nicht durch das ständige synchronisieren zu viel Akku verbrauche. Der hält übrigens ca. eine Woche, was ich persönlich sehr gut finde.

Das Band selbst

Ich habe mich für die silber-graue Variante entschieden, da ich finde, dass es so farblich zu allem passt und ich keine Kombinationsprobleme mit meiner Kleidung habe. Man kann das Band so einstellen, dass es für jede Handgelenkbreite passend ist. Das erfordert aber erst einmal etwas Fingerspitzengefühl. Als ich es dann endlich so eingestellt hatte, dass es angenehm sitzt – nicht zu eng, aber auch nicht zu weit – konnte ich es anschließend super einfach am Handgelenk anbringen. Abgesehen davon, dass ich es sehr schick finde, lässt es sich auch sehr angenehm tragen. Es ist nicht störend, rutscht nicht herum – eigentlich merkt man das Jawbone genau so wenig, wie eine Uhr. An der oberen Seite kann das Band anzeigen, in welchem Status man sich gerade befindet. Wenn man zwei mal drauf tippt, kann entweder ein Symbol eines orange leuchtenden Menschen aufleuchten oder ein blauer Mond. Ersteres bedeutet, dass man sich im normalen Modus befindet, der Mond deutet auf den Schlafmodus hin. Ein Nachrichtensymbol, welches weiß aufleuchten kann, zeigt an, wenn die App eine Nachricht für den Nutzer hat.

Das einzige Manko für mich ist, dass das Material vom Band recht empfindlich ist bzw. mir so vorkommt. Bisher habe ich noch keine Kratzer oder ähnliches, aber an den Rändern vom Band kann man doch erkennen, dass es genutzt wird.

Das Jawbone und die App

In der heutigen smartphonegesteuerten Zeit ist es ja fast schon logisch, dass man das Band über eine App einstellen kann. Angefangen mit der manuellen Schlafaufzeichnung – das Jawbone kann auch automatisch zwischen den Modi unterscheiden und stellt sich beim Schlafen von selbst um. Die Stoppuhrmöglichkeit ist das, was ich am meisten nutze. Bevor ich Joggen gehe oder ein Workout mache, starte ich die Stoppuhr und nach meiner sportlichen Betätigung beende ich diese wieder. So kann ich dann in meiner Übersicht auch direkt erkennen, wie lange ich Sport gemacht habe, wie stark die Belastung war, wie viele Schritte und Kilometer ich zurückgelegt und wie viele Kalorien ich bei dieser Aktivität verbrannt habe. Während die Stoppuhr läuft, blinkt das orangene Symbol beim Doppeltippen auf das Jawbone.

Auch sehr interessant, für mich aber eher unbrauchbar – der Smart Alarm. Das ist eine Art Wecker, den man einstellen kann und der dann – dank Schlaftracking vibriert – wenn man sich sowieso gerade im leichten Schlaf befindet. Dafür kann man auch eine Zeit einstellen, wie weit das Band einen vor der angegebene Zeit wecken darf. An sich eine super Idee, da so das Aufstehen leichter fällt als durch einen Wecker, der einen vielleicht direkt aus einer Tiefschlafphase weckt. Da ich aber ungern mit dem Band Schlaf, bringt es mir eher nichts.

Eine Inaktivitäts-Vibration kann man sich ebenfalls einstellen. Das Band vibriert zum Beispiel nach 15 Minuten in denen es keine Bewegung wahrgenommen hat und erinnert einen so daran, sich körperlich zu betätigen oder wenigstens mal aufzustehen.

Auch Erinnerungen finde ich sehr praktisch. Bei mir vibriert das Jawbone zum Beispiel 22:20 Uhr, um mir zu signalisieren, dass ich mich bettfertig machen soll, da ich eingestellt habe, dass ich ca. 23 Uhr schlafen gehe. Man kann sich damit aber auch Erinnerungen für Medikamente einstellen, oder sich einfach daran erinnern lassen, dass man wieder etwas trinken muss.

Ebenfalls kann man sich Aktivitätsmeldungen einstellen – mein Band sagt mir 16:30 Uhr, wie viel Prozent meines Tagesziels ich erreicht habe.

UP by Jawbone – die App

Vom Layout her gefällt mir die App sehr gut. Gleich auf der Startseite wird das Diagramm angezeigt – links der Balken der Schlafaufzeichnung und rechts der Schritt- & Kilometerzähler. So hat man direkt eine Übersicht über sein Tagesziel. Unter dem Diagramm befinden sich noch einige wechselnde Mitteilungen vom Smart Coach – Informationen über Schlaf, Bewegung und Ernährung, aber auch Übersichten über Aktivitäten des Tages bzw. der Tage davor. Hier hat man auch die Möglichkeit, sich mit Freunden, die ebenfalls ein Band haben, zu verbinden. Das Ziel dahinter ist, dass man sich dadurch gegenseitig motivieren soll. Ich behalte meine Aktivitäten dennoch lieber für mich.

Als Verbindung zum Band kann man oben rechts in der Ecke auf das Symbol vom Band klicken und kann somit den Batteriestand vom Jawbone kontrollieren und alle anderen Einstellung des Bands vornehmen, wie ich im vorherigen Abschnitt bereits beschrieben habe.

Links oben befindet sich das Menü. Bei diesem kann man zwischen der Startseite, die motivierenderweise Zu Hause genannt wird, dem eigenen Profil, der Übersicht zu Freunden, dem Posteingang und den Einstellungen wählen. Es gibt hier auch die Möglichkeit, Duelle mit Freunden zu starten, seine Tagesziele einzustellen oder die App noch mit anderen Sport- oder Ernährungsapps zu verbinden. Was ich auch besonders schön finde, ist, dass man sich seine Trends anschauen kann. Dabei kann man wählen zwischen Tagen, Wochen oder sogar dem Monat.

Alles in allem bin ich wirklich begeistert von dem Band. Ich bezweifle, dass des 100% genau ist, aber zumindest nahezu. Wer ab und zu mal gerne etwas Sport macht und sehen möchte, wie viele Schritte er dabei zurückgelegt hat bzw. wie viele Kilometer, dem kann ich das Jawbone wirklich nur empfehlen! Gerade, wenn man sich wie ich im „Urlaub“ befindet, ist es erschreckend, wie wenige Schritte man am Tag zurücklegt. Aber auch Ausruhen gehört zu einem abwechslungsreichen und gesunden Lebensstil dazu!

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Im nächsten Beitrag verrate ich euch meine kleinen Helfer beim Sport! Seid also gespannt!

xoxo, Nancy