„…das Alphabet hat noch viele andere schöne Buchstaben.“

Posted on 21. Oktober 2016 by benancy

„Nicht das Straucheln ist entscheidend, sondern das Wiederaufrichten. Nicht die Resignation, sondern die Hoffnung.“ – Dr. Franz König

Meine Lieben,

nachdem es eine kleine Pause auf meinem Blog gab, geht es nun mit einem Beitrag weiter, der wohl eher in die Rubrik „Von der Seele Schreiben“ gehören würde. Dabei möchte ich jedoch nicht meine Probleme hier darlegen, sondern einfach allen, bei denen es gerade nicht so gut läuft, Mut zusprechen. Wer also solche Beiträge nicht mag, der darf an dieser Stelle gern diese Seite verlassen oder in anderen meiner Beiträge stöbern.

An alle, die jetzt noch weiterlesen: Danke.

Im Leben läuft nicht immer alles nach Plan. Und erst recht nicht, wenn man krampfhaft an diesem Plan festhält.

Jedoch sollte man, wenn man an solch einen Punkt gerät, nicht gleich Aufgeben. Aufgeben ist nichts schlimmes. Aufgeben ist in vielen Fällen sogar schwerer, als eine Sache durchzuziehen, weil beim Aufgeben gesteht man sich ein, dass man für etwas nicht geschaffen ist und man zeigt manchmal auch Stärke, indem man etwas aufgibt, da man seine Schwäche offen zeigt. Aber diese Art meine ich nicht. Es liegt ein sehr schmaler Grad zwischen dem Aufgeben, wie ich es gerade beschrieben habe und dem Aufgeben, dass Menschen nur machen, weil ihr Unterbewusstsein sie vor eventuellen weiteren Misserfolgen bewahren will. Misserfolge wirken sich negativ auf das Selbstbild aus und dadurch kann es sein, dass eine Art Angst aufgebaut wird. Dabei sind Misserfolg und Angst die zwei Dinge, die immer versucht werden, zu meiden. Und dadurch passiert es, dass wir aufgeben – und zwar nicht, weil wir merken, dass wir uns falsch entschieden haben, sondern weil wir einfach Angst vor weiteren Misserfolgen und deren Wirkung haben. Die Misserfolge erlebt ja nicht nur die Person für sich, sondern auch durch andere Personen, denen sie es erzählt. Dadurch wird Angst davor geschürt, dass andere, wie die Familie, die Freunde, … nicht stolz auf die eigene Leistung sind.

Jedoch spiegeln bestimmte Leistungen nicht gleich die Fähigkeiten einer Person wieder.

Am Beispiel Schule und Ausbildung: Gute Leistungen sind nur Mittel zum Zweck. In der Schule führen gute Noten dazu, einen guten Real-, Hauptschulabschluss oder ein gutes Abitur zu bekommen, der quasi die Eintrittskarte in eine weitere Ausbildung – sei es eine Lehre oder ein Studium – ist. Gute Leistungen in der Ausbildung sind dann wiederum nur dafür da, ebenfalls wieder einen guten Abschluss zu bekommen, um es relativ einfach zu haben, einen Job zu finden. Aber bereiten uns solche Leistungen auf das Berufsleben vor? – Nein.

Die allermeisten Studiengänge sind so weit vom realen Beruf entfernt, wie es nur geht. Bei Ausbildungen ist dies nicht ganz so schlimm, aber dennoch ebenfalls nicht nah genug am realen Leben. Wenn man dies mit seiner Angst vor Misserfolg in Relation setzt, dann ist man zwar nicht von seiner Angst befreit, jedoch sollte man, wenn man intensiv genug darüber nachdenkt, zumindest zu dem Schluss kommen, dass eine nicht bestandene Prüfung oder eine schlechte Note nicht das Ende der Welt ist. Damit möchte ich nicht sagen, dass es überhaupt nicht schlimm ist, aber eben kein Weltuntergang. Wichtig ist, was man anschließend aus der Situation macht.

Vielleicht ist es ja sogar gut, etwas noch einmal wiederholen zu müssen, oder zumindest einen Denkanstoß bekommen hat, um es beim nächsten Mal besser zu machen. Natürlich gibt es auch gier keine Garantie, dass dies genau so ist, wie ich es schreibe – jedoch macht es einfach schon die Vorstellung um einiges angenehmer.

Also: egal, ob ich an einer Sache scheitert, ob ihr eine Prüfung nicht besteht, ob ihr eine schlechte Note bekommt, ihr keinen Ausweg mehr seht oder sonst irgendetwas in der Art – es ist nichts verloren. Wenn Plan A nicht funktioniert, dann sucht ihr euch eben einen Plan B und wenn auch der nichts wird – das Alphabet hat noch viele andere schöne Buchstaben.

Aber das allerwichtigste in solchen Situationen ist, dass ihr euch nicht hängen lasst, oder euch selbst schlecht macht. Versucht wenigstens etwas positives zu sehen und nach einem anderen Weg zu suchen – getreu dem Motto: Viele Wege führen nach Rom!

Ja, Leute – So läuft das Leben! Wenn es für alles nur einen richtigen Weg geben würde und alles nur bequem wäre, dann würde es auf Dauer ja eigentlich auch ziemlich langweilig werden.

Also: ‚Hinfallen, Aufstehen – Krone richten!‘

xoxo,

Nancy